SimVillage App
Zur Homepage (simvillage.app)SIM Village macht aus einem echten Ort ein digitales Planspiel: Eine Gruppe übernimmt die Entwicklung ihrer Gemeinde und trifft in 5-Jahres-Schritten Entscheidungen – von 2025 bis 2050. Eine KI simuliert live, was daraus wird: erzählt, was sich im Ort verändert, lässt virtuelle BürgerInnen zu Wort kommen und macht Zielkonflikte sichtbar. Das Ziel: ein ökologisch nachhaltiger, wirtschaftlich resilienter, demokratisch lebendiger Ort mit hoher Lebensqualität, der Jung und Alt hält.
Wie funktioniert es?
Gespielt wird direkt im Browser – am Laptop oder Smartphone, auf Deutsch oder Englisch. Als Demo-Ort dient die Marktgemeinde Vorchdorf mit einer Spielkarte aus echten OpenStreetMap-Koordinaten; es aber auch jeder andere reale Ort geladen werden. In fünf Runden verteilt die Gruppe jeweils zehn Gestaltungspunkte auf Maßnahmen – von Ortskern-Verdichtung über Radwege und Energiegemeinschaften bis zu BürgerInnenräten – oder bringt eigene Ideen ein, die die KI fachlich bewertet. Dazwischen wirken reaktive Ereignisse und kuratierte globale Megatrends, wählbar in drei Weltszenarien.
- Lebende Spielkarte: Der Zustand des Ortes wird direkt sichtbar – Bodenverbrauch frisst sich in die Felder, umgesetzte Maßnahmen bleiben als Bauwerke stehen, ein Zeitraffer zeigt 25 Jahre Entwicklung.
- Fünf Zieldimensionen: Ökologie, Wirtschaft, Demokratie & Teilhabe, Lebensqualität sowie Demografie & Generationen – mit transparenten, nachrechenbaren Indexwerten.
- Challenge-Modus: Ortsentwicklungsgruppen oder Schulklassen spielen denselben Ort parallel und vergleichen ihre Entwicklungspfade über eine gemeinsame Bestenliste.
- Berichte zum Mitnehmen: Zwischenberichte, KI-Reflexionen und ein ausführlicher Abschlussbericht mit Diagrammen – als PDF zum Herunterladen oder per E-Mail.
Evidenz statt Bauchgefühl
SIM Village folgt einem klaren Prinzip: Das Regelwerk rechnet, die KI erzählt. Alle Zahlenwirkungen kommen aus einem festen, transparenten Regelwerk – jede Veränderung lässt sich im Spiel bis auf die einzelne Maßnahme zurückverfolgen. Die KI liefert Erzählung, Reflexion und Einordnung, erfindet aber bewusst keine Quellen. Trends und Hintergründe sind mit echten Anlaufstellen belegt, darunter ÖROK-Regionalprognosen, die Österreichischen Klimaszenarien, Umweltbundesamt, VCÖ und Statistik Austria. Und trotzdem gilt: SIM Village ist ein fiktives Planspiel und Diskussionswerkzeug – keine Prognose.
Für wen?
Entwickelt für Ortsentwicklungs- und Agenda-Gruppen, Schulklassen und alle, die Gemeindeentwicklung erlebbar diskutieren wollen: Was passiert, wenn wir 25 Jahre lang nur auf Betriebsgebiete setzen? Was bringt ein BürgerInnenrat wirklich? Die unterschiedlichen Pfade der Teams werden zum Gesprächsanlass – genau da beginnt echte Beteiligung. Das Spiel befindet sich derzeit in der Testphase mit ersten Gruppen; interessierte Gemeinden, Schulen und Initiativen können sich gerne bei uns melden.
Projekt & Credits
SIM Village ist ein Projekt der Otelo eGen im Rahmen von „Aufbruch, Salzkammergut!“.
Idee, Konzept und Projektleitung: Martin Hollinetz.
Technische Umsetzung: entwickelt im Dialog mit Claude (Anthropic) als KI-Umsetzungspartner – von der Spielmechanik über die lebende Karte bis zu Berichten und Mehrsprachigkeit. Damit ist SIM Village zugleich ein Erprobungsfall dafür, wie KI-gestützte Entwicklung gemeinnützige Werkzeuge möglich macht, die früher Großprojekte gewesen wären.
Datenbasis: Statistik Austria, Wikipedia, Gemeinde-Websites, OpenStreetMap (© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL). Fiktives Planspiel, keine Prognose und keine amtliche Planungsgrundlage.